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Schafschurwolle

Schafschurwolle wird gerne aus Frankreich, Australien, Neuseeland, Spanien, und Deutschland genommen. Ein Schaf hat 5 Haarpartien, Wolle vom Hinterteil, Bauch, Hals, Schulter und Rücken. Die Wolle von Schulter und Rücken ist die beste, sie wird am wenigsten strapaziert. Eine gute Schurwolle kann bis zu einem Drittel ihres Eigengewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen, aber nur in Form von Wasserdampf. Wasser tropft an der Schurwolle ab und es dauert sehr lange bis die Wolle das Wasser aufgenommen hat. Die beste und feinste Wolle kommt vom Lamm „Lambswool“, die erste Schur. Sie wird oft für Pullover, Schals und feine Wollplaids (Heimdecke) genommen. Die feinere Wolle wird für Bettdecken und die gröbere für Unterbetten verwendet. Die Feuchtigkeit die aufgenommen wird, wird nach außen weiter geleitet, so entsteht ein trockenes und angenehmes Schlafklima, ohne wärme stau. Je besser die Wolle ist, die für Zudecken genommen wird, umso anschmiegsamer fällt die Zudecke aus.

 

Kamelhaar

Das Kamelhaar kommt überwiegend aus China und der Mongolei. Kamele werden nicht wie das Schaf geschoren, sondern das Haar wird beim Fellwechsel eingesammelt und handverlesen. Ein Kamel verliert ca. 5 kg Wolle im Jahr, das Haar ist 3 bis 12 cm lang und wird nach Feinheit sortiert. Das Feinste ist das Unterhaar. Kamelhaar ist feiner als Schurwolle, hier unterscheidet man Unterhaar und Oberhaar. Das Kamelhaar hat einen sehr hohen Temperatur- und Feuchtigkeitsaustausch. Das Kamel ist in der Wüste sehr hohen Temperaturunterschieden ausgesetzt, nachts kalt und am Tage sehr heiß. Kamelhaar eignet sich nicht für Unterbetten. Da es zu fein ist und hier zu schnell verbraucht wäre. Aber als Zudecke optimal, sehr weich und anschmiegsam und auch etwas wärmer als Schurwolle, also auch für Schläfer die ein höheres Wärmebedürfnis haben.

 

Cashmere

Cashmereziegen kommen ursprünglich aus Kaschmir, aus dem Hochgebirge. Die Ziegen leben jetzt aber auch in China, der Mongolei, Iran und Afghanistan. Cashmereziegen können bei einer Kälte von bis zu 40° Grad minus leben, je kälter es ist umso besser und feiner ist das Haar. Von einer Ziege werden etwa 100gr. Haar gewonnen, wovon nach der Bearbeitung nur noch 30 bis 50gr. feines Haar übrig bleibt, der Rest wird für Seile verwendet. Für einen guten Cashmereschal benötigt man den Jahresgewinn von 2 Ziegen. Für den Paschminaschal kommt das Haar von der Capra Ziege, das Haar ist noch feiner und wertvoller. Für einen Schal benötigt man das Haar von 3 Ziegen. Für Zudecken wird das Cashmerehaar verwendet, es ist noch viel feiner als Kamelhaar. Zudecken aus Cashmere sind nur was für Schläfer die Wärme gebrauchen. Schläfer mit sehr viel Eigenwärme würden stärker schwitzen und die Zudecke wäre schnell verbraucht. Je feiner und leichter das Haar ist umso feiner muss der Stoff sein in dem es eingenäht wird. Dadurch erhält man eine wunderbar leichte Zudecke.

 

Rosshaar

Zu Königszeiten wurden die Perücken für den Adel daraus gefertigt. Jetzt findet es nur noch sehr wenig Verwendung. Heute ist Hauptlieferant für Rosshaar Südamerika, aber auch noch Italien. Verwendet werden das Schweifhaar und das Mähnenhaar. Früher wurden noch Siebe und Angelschnüre daraus gefertigt. Für Streichbögen wird es heute noch verwendet. Rosshaar hat eine sehr hohe Zugkraft, ist also sehr stabil. Das Haar wird durch Wasserdampf gekräuselt, dadurch ist das Haar elastischer und hat mehr Sprung. Was bei der Matratzenfertigung wichtig ist. Rosshaar kann sehr viel Feuchtigkeit aufnehmen aber nicht so gut wieder abgeben. Rosshaarmatratzen sind sehr schwer und müssen oft hingestellt und aufgerollt werden. Nur so bleibt die Matratze elastisch. Insgesamt hat eine Rosshaarmatratze ein festeres Liegeverhalten. Eine reine Rosshaarmatratze kann aufgearbeitet werden, hierzu wird das Haar gewaschen und neu verarbeitet. Somit kann eine Matratze wohl 100 Jahre im Gebrauch sein. Rosshaar war früher schon etwas ganz besonderes, daran hat sich bis heute nichts geändert. Das Haar ist ökologisch wertvoll, da es aus der Natur kommt, nicht gezüchtet werden kann und nicht mit Chemikalien bearbeitet wird. Es wird geschnitten oder ausgekämmt. Also ein reines Naturprodukt, was natürlich auch seinen Preis hat.

 

Baumwolle

Baumwolle ist ca. 1000 Jahre n. Chr. in Europa eingeführt worden. Angebaut wird in ca. 80 Ländern der Erde. Hauptlieferanten sind China, USA, Indien, Pakistan, Brasilien, Türkei, Australien und Ägypten. Baumwolle wird zu Garnen, Stoffen aller Art und Vliesen verarbeitet. Baumwolle kann bis zu 20 % des Eigengewichtes an Dampfnässe aufnehmen, ohne sich feucht anzufühlen. Danach quillt der Faden auf und fühlt sich feucht an. Was dann im Bettbereich unangenehm ist. Baumwolle kann bis zu 65 % des Eigengewichtes an Flüssigkeit aufnehmen, ohne zu tropfen. Baumwolle ist sehr hautverträglich, da sie sehr glatt ist. Also auch für Allergiker das richtige.

 

Leinen/Flachs

Die Ägypter kannten Leinen schon vor 5000 Jahren. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Flachs auch noch bei uns von den Bauern angebaut. So hatten die Bauern ihren eigenen Leinen, für Handtücher, Bettwäsche und Tischwäsche. Aber auch zum Verkauf und zum Tausch. Heute kommt Leinen überwiegend aus der ehemaligen UdSSR, China, Tschechien, Slowakei und Polen. In Deutschland wird Leinen hauptsächlich für Tischwäsche und Geschirrtücher verwendet. Leinen ist sehr haltbar und fest. Es kann sehr viel Feuchtigkeit aufnehmen, ist sehr atmungsaktiv, schmutzabweisend und kühl. Im Bettwarenbereich ergibt es eine angenehm kühle Sommerdecke, aber nicht so anschmiegsam, also nur für Schläfer, die viel Eigenwärme haben und keine Wärme benötigen. Für Unterbetten wird nicht so feines Flachs/Leinen genommen, da ist es sehr fest und grob. Wir verwenden es für Matratzenschoner unter der Matratze und als Baumwollleinen Gemisch für Ummantelungen in der Matratzen Produktion.

 

Kapok

Die Faser wird vom Kapokbaum, oder auch Wollbaum genannt, gewonnen. Anbaugebiete sind überwiegend, Brasilien, Indien und Indonesien. Die Faser ist sehr kurz und daher nur schwer als Vlies zu verarbeiten. Da es Wasser abweisend ist, ja sogar auf dem Wasser schwimmen kann wird es auch in Schwimmwesten und Rettungsringen verarbeitet. Im Bettwarenbereich wird Kapok für Kissenfüllungen und Bettdecken genommen. Es ist sehr atmungsaktiv und daher temperaturausgleichend. Durch die kurze Faser reißt das Vlies schneller. Daher muss die Bettdecke dichter gesteppt werden, was die Zudecke fester und nicht so anschmiegsam macht. Kapok wird nachgesagt, dass sich nicht so schnell Milben ausbreiten können wie in anderen Materialien. Wissenschaftlich erwiesen ist das aber nicht.

 

Kokos

Die Kokosfaser wird von Kokosnüssen gewonnen, aus Sri Lanka, von den Philippinen, Indonesien, Malaysia und Indien. Zentrum der Kokosfaserindustrie ist Sri Lanka. Die Faser von reifen und überreifen Kokosnüssen wird unter anderem zu Seilen, Tauen, Teppichen, Bürsten und Besen verarbeitet. Kokos ist sehr atmungsaktiv, nimmt nicht so schnell Bakterien auf und kann monatelang feucht sein, ohne dass sich Pilze bilden. Es kann sehr viel Raumfeuchtigkeit aufnehmen, sorgt so auch für ein trockeneres Raumklima, dadurch findet es immer mehr Beachtung als Dämmmaterial. Wegen dieser guten Eigenschaften finden die Fasern als latexiertes Kokos in Matratzen Verwendung. Gerade den Kindermatratzen kommen diese Eigenschaften zugute, der Kokosfaser wird auch eine vorbeugende Wirkung gegen Allergien nach gesagt. Da Kokos auch schwer entflammbar ist wird es auch für Matratzen in Haftanstalten verwendet.

 

Hirse

Wird zum größten Teil in Afrika/Asien und China angebaut. Aber auch wieder verstärkt in Deutschland. Es gibt verschiedene Sorten, die für Tierfutter und Vogelfutter verwendet werde und die für den menschlichen Verzehr geeignet sind. Für den Schlafbereich findet Hirse immer mehr Beachtung. Ein Kissen mit Hirse gefüllt kann sich der Kopfform sehr gut anpassen. Warm gemacht erfüllt es den Zweck einer Wärmflasche, bleibt nur länger warm und schmiegt sich dort, wo es liegt, besser an.

 

Dinkel

Anbau überwiegend in Belgien, Finnland, Schweiz und Deutschland (Baden Württemberg). Weizen ähnliches Getreide, wächst am besten im rauen Klima. Mag nicht zu viel Sonne. Dinkelspelz wird für Kissenfüllungen genommen und hat die gleichen Vorzüge wie Hirsekissen. Ist nur etwas grober. Ein warm gemachtes Kissen hilft unter anderem bei Kopfschmerzen, Verspannungen und Muskelkater. Da es eine trockene Wärme ist, verträgt man sie besser als die wärme einer Wärmflasche.

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